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Pressemitteilung Nr. 243
München, 14.06.2017

SÖDER: DIE NÜRNBERGER MADONNA - EIN BERÜHMTES STÜCK HEIMAT NEU PRÄSENTIERT
Installation von Prof. Ottmar Hörl für den Kornmarkt 2017 vorgestellt

Sie gilt als ein Highlight der Kunst der Dürerzeit: Die Nürnberger Madonna. Sie wurde um 1510 von einem unbekannten Nürnberger Bildschnitzer erschaffen und ist ein Meisterwerk der deutschen Bildhauerei im Übergang von der Spätgotik zur Renaissance. Der international bekannte Konzeptkünstler Ottmar Hörl, Professor und Präsident der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg, widmet dem Werk eine spektakuläre Kunstinstallation. Mit rund 600 goldenen Madonnen, dem Original respektvoll nachempfunden, wird er im September 2017 den Kornmarkt beim Germanischen Nationalmuseum für zwei Wochen in einen temporären Kunst-Schau-Platz verwandeln. „Die Installation von Prof. Hörl ist eine einzigartige Hommage an ein Kultwerk der Nürnberger Kunstgeschichte“, hob Finanz- und Heimatminister Dr. Markus Söder als Schirmherr bei der Vorstellung in Nürnberg am Mittwoch (14.6.) hervor. „Sie regt zur Auseinandersetzung mit Geschichte, Kunst und Kultur unserer Heimat an“. Er dankte dem Germanischen Nationalmuseum Nürnberg und der Stadt Nürnberg für die Ermöglichung des Projekts.

Die Nürnberger Madonna ist eine rund 150 cm hohe farbig gefasste und vergoldete Skulptur der Mater Dolorosa aus Lindenholz. Sie war ursprünglich Bestandteil einer Kreuzigungsgruppe der früheren Nürnberger Dominikanerkirche. Ab etwa 1820 verwendete die Nürnberger Zeichenschule die Madonna als Modell für Kunststudenten. Seit 1880 ist sie Bestandteil der Sammlung des Germanischen Nationalmuseums. Die Figur hat seit dem 19. Jahrhundert eine fast kultartige Verehrung erfahren und in Abgüssen, Nachbildungen und grafischen Vervielfältigungen weite Verbreitung gefunden.


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