Servicenavigation

Themennavigation

Pressemitteilung Nr. 345
München, 27.07.2017

FÜRACKER ERÖFFNET „GEO-DATENBANK BAYERN“
Waldsassen erhält neue Dienststelle des Landesamts für Digitalisierung, Breitband und Vermessung // Geodaten von ganz Bayern werden erfasst

Ein wichtiges Element der täglichen Arbeit von Unternehmen und Kommunen sind Daten über unsere Erde - sogenannte Geodaten. „Digitale Geodaten der Bayerischen Vermessungsverwaltung für ganz Bayern werden künftig in amtlicher Qualität und stets aktuell in Waldsassen erstellt. Die neue Dienststelle leistet Aufgaben der modernen, digitalen Kartographie: Bayern topographisch erfassen, digital beschreiben, in Datenbanken vorhalten und im Internet verfügbar machen“, stellte Finanz- und Heimatstaatssekretär Albert Füracker bei der Eröffnung der neuen Dienstelle „Geo-Datenbank Bayern“ des Landesamtes für Digitalisierung, Breitband und Vermessung in Waldsassen am Donnerstag (27.7.) fest. Der Dienstbetrieb startete mit sechs Personen im Gebäudekomplex der Sparkasse Oberpfalz Nord. Im Endausbau werden rund 70 Personen in Waldsassen tätig sein. „Die Dienststelle schafft neue Arbeits- und Ausbildungsplätze“, betonte Füracker. Erstmals werden ab September neun Auszubildende eingestellt. Derzeit sucht die Immobilien Freistaat Bayern (IMBY) geeignete Flächen für eine optimale dauerhafte Unterbringung der Geo-Datenbank.

In der Geo-Datenbank werden Amtliche Digitale Geodaten von ganz Bayern erfasst, gepflegt und aktualisiert. Die Landschaft Bayerns wird dabei vollständig geometrisch und mit Objekten und Eigenschaften beschrieben. So werden z.B. ca. 163.000 km Straßen und ca. 346.000 km Wege digital mit Straßenbezeichnung, Nutzung, Breite und Beschaffenheit erfasst. „Der Datenschatz dient als Grundlage für Topographische Karten und statistische Auswertungen und Flächenanalysen unserer Heimat Bayern“, merkte Füracker an. Die Daten aus der Geo-Datenbank stehen allen Landkreisen und Gemeinden zur Verfügung und können in verschiedensten Anwendungsszenarien eingesetzt werden, etwa bei Straßen- und Infrastrukturprojekten, Analysen bei „Klimawandel und Wasserhaushalt“ oder für Rettungsstellen von Polizei, Feuerwehr und Katastrophenschutz.

Die Verlagerung ist Bestandteil der größten Regionalisierung von staatlichen Behörden und Einrichtungen der letzten Jahrzehnte, die 2015 begann. Alle Regierungsbezirke Bayerns profitieren von der Verlagerung von insgesamt mehr als 50 Behörden mit 3.155 Personen. Die Heimatstrategie ist ein zentrales Instrument aktiver Strukturpolitik. „Wir schaffen sichere Arbeitsplätze und stärken die Infrastruktur des ländlichen Raumes. Wir bringen die Arbeit zu den Menschen, damit diese in ihrer Heimat wohnen und arbeiten können“, hob Füracker hervor. Die Schaffung von gleichwertigen Lebensverhältnissen und Arbeitsbedingungen in ganz Bayern ist ein wichtiges Ziel der Staatsregierung. Die Regionalisierung von Verwaltung mit Behördenverlagerungen ist ein zentrales Instrument aktiver Strukturpolitik.

„90 neue Arbeitsplätze allein für den Landkreis Tirschenreuth sind eine deutliche Stärkung für die ganze Region“, stellte Füracker fest. Die Oberpfalz erhält insgesamt 374 Arbeitsplätze. Gestartet wurden bereits das IT-Servicezentrum der bayerischen Justiz in Amberg, die Teilverlagerung des Grundbuchamtes München in Oberviechtach, die Digitalen Landkarten Bayern in Windischeschenbach und die neue Dienststelle Kemnath des Zentrums Bayern Familie und Soziales. „Dabei wird niemand zwangsversetzt, alles läuft Hand in Hand mit den Beschäftigten und den Personalvertretungen“, stellte Füracker klar. Allein für die Oberpfalz liegen mehr als 130 Versetzungswünsche sowie rund 250 Bewerbungen und Interessensbekundungen für eine Tätigkeit an den neuen Zielorten vor. „Das zeigt: Die Menschen wollen in ihrer Heimat leben und arbeiten“, hob Füracker hervor. Im Übrigen wurde neben dem Verlagerungskonzept auch ein Personalrahmenkonzept entwickelt. Durch verschiedene Anreize sollen Mitarbeiter dazu animiert werden, sich für den neuen Dienstort zu entscheiden. Es werden beispielsweise Umzugshilfen und Mobilitätsprämien gewährt sowie Telearbeitsmöglichkeiten eingeräumt.


Bayerisches Staatsministerium der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat, Postfach 22 00 03, 80535 München
Pressesprecher: Tina Dangl, Carolin Mayr, Tanja Sterian
Telefon 089 2306-2460 und 2367, Telefax 089 2809327
E-Mail: presse@stmflh.bayern.de, Internet: www.stmflh.bayern.de