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Pressemitteilung Nr. 347
München, 27.07.2017

FÜRACKER: NEUER STUDIENGANG „GEOINFORMATIK UND LANDMANAGEMENT“ AN OTH AMBERG-WEIDEN KOMMT
Ausbildung von Fachkräften für den Geoschwerpunkt Nordostbayern // Aufwertung für gesamte nördliche Oberpfalz

„Der neue Studiengang „Geoinformatik und Landmanagement“ an der OTH Amberg-Weiden kommt“, kündigte Finanz- und Heimatstaatssekretär Albert Füracker heute im Rahmen einer Pressekonferenz an der OTH Amberg-Weiden in Weiden freudig an. „Im Wintersemester 2018/19 sollen hier die ersten Studenten beginnen“, so Füracker weiter. Grünes Licht gab es in der Kabinettssitzung am 4. April in Amberg. Füracker und der Landtagsabgeordnete Tobias Reiß hatten sich in der Vergangenheit unermüdlich für den neuen Studiengang in der nördlichen Oberpfalz eingesetzt und mit der Präsidentin der OTH Amberg-Weiden Prof. Dr. Andrea Klug eine wichtige Partnerin für die Umsetzung gewonnen. "Wir werden das Profil unserer aktuell 14 Bachelor-Studiengänge im kommenden Jahr, konkret zum Wintersemester 2018/2019, an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden um einen Studiengang „Geoinformatik und Landmanagement“ erweitern. Hiermit eng verbunden greifen wir mit dem neuen Studiengang die Trends Digitalisierung, Wirtschaft und Arbeit 4.0, Demographischer Wandel und Fachkräftemangel im ländlichen Raum aktiv auf," sagte Frau Prof. Klug.

Mit dem neuen Studiengang wird die beschlossene Behördenverlagerung perfekt ergänzt - denn nicht nur Arbeitsplätze, sondern auch die Ausbildungsangebote für dringend benötigte Fachkräfte wandern in die Region. „Wir wollen Arbeit zu den Menschen bringen - dazu brauchen wir im ländlichen Raum auch hochwertige Beschäftigungs- und Ausbildungsmöglichkeiten. Der neue Studiengang an der OTH ist ein weiterer wichtiger Baustein unserer Strategie“, stellte der Heimatstaatssekretär fest. „Es ist ein großer und vor allem konsequenter Schritt, den durch die Behördenverlagerung geschaffenen Geo-Schwerpunkt Nordostbayern mit der Ausbildung der Fachkräfte aus der Region für die Region zu stärken. Ich bin davon überzeugt, dass diese Ausbildung an der OTH Amberg-Weiden nicht nur für die Arbeit in den bereits angesprochenen Behördenstandorten ein großer Gewinn ist, sondern auch Chancen und Möglichkeiten darüber hinaus bietet. Denn wo Studenten lernen und Forschung stattfindet, siedeln sich auch innovative Unternehmen an“, sagte Tobias Reiß.

Im Rahmen der Behördenverlagerung werden vom Landesamt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung in München aus den Bereichen Vermessung und Kartographie/Geoinformatik rund 200 Arbeitsplätze nach Nord- und Ostbayern verlagert (zum Beispiel nach Waldsassen, Windischeschenbach, Hof, Wunsiedel, Nabburg, Vilshofen und Freyung). „Zusammen mit den dort bereits vorhandenen Ämtern für Digitalisierung, Breitband und Vermessung und dem Amt für Ländliche Entwicklung Oberpfalz entsteht in der Region ein echter Geo-Schwerpunkt“, so Füracker. Die Einführung eines Bachelor-Studiengangs an der OTH Amberg-Weiden ergänzt dies perfekt. Die Bayerische Vermessungsverwaltung unterstützt den Aufbau des neuen Studiengangs aktiv durch Mitwirkung in der Lehre, so wird Theorie und Praxis aus erster Hand vermittelt. Ein weiteres Aushängeschild modernster Forschung in der Region ist das Geodätische Observatorium in Wettzell (Bad Kötzting). „Auch private Unternehmen und Verbände aus dem Geobereich, aber auch Kommunen sollten zukünftig ihre Augen auf den neuen Geo-Schwerpunkt in der nördlichen Oberpfalz richten - wir haben hier eine neue Talentschmiede“, appellierte Füracker.

„Wir wollen jungen Menschen in der Region die Möglichkeit geben, in ihrer Heimat zu studieren und anschließend auch einen hochqualifizierten Arbeitsplatz zu finden. Wir brauchen den ländlichen Raum als Zukunftsraum - unsere Großstädte überhitzen“, stellte Füracker klar. Die bisherigen Erfahrungen der OTH Amberg-Weiden zeigen klar, dass der weitaus größte Teil der Absolventen einen Arbeitsplatz in der Region findet. Dies belegt, dass der Region durch die Einführung eines Studiengangs gut ausgebildete Fachkräfte erhalten bleiben. Insbesondere junge, technisch orientierte Menschen, die auch Interesse an regionalen Planungsprozessen haben und Verantwortung im ländlichen Raum übernehmen möchten, sind potentielle Anwärter für den neuen Studiengang „Geoinformatik und Landmanagement“.

Der Studiengang greift neueste Entwicklungen zum Beispiel in den Fachbereichen Geodäsie und Medientechnik auf und entwickelt bisherige Studienkonzepte konsequent weiter. Er umfasst innovative Zukunftsfelder, wie beispielsweise die Satellitengeodäsie, 3D-Laserscanning und moderne digitale Luftbildauswertung. Zusammen mit Studienschwerpunkten im Bereich Land- und Regionalmanagement wird ein hochattraktives Studienangebot geschaffen, das auch für eine enge Verzahnung mit den Herausforderungen in der Region Rechnung trägt. Damit setzt der neue Studiengang einen Innovationsimpuls für die ganze Region und wird in Zukunft die aktuellen Anforderungen - nicht nur der Verwaltung - optimal erfüllen.


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