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Pressemitteilung Nr. 369
München, 17.08.2017

SÖDER: NEUBAU FÜR „SERVICEZENTRUM BAYERN-SERVER“ IN NEUSTADT A.D. AISCH
Kaufvertrag für Grundstück unterschrieben // 25 neue, sichere Arbeitsplätze // insgesamt Verlagerung von 35 Arbeitsplätzen nach Neustadt a.d. Aisch

„Unsere Behördenverlagerungen nach Neustadt a.d. Aisch laufen auf Hochtouren. Für das „Servicezentrum BayernServer“ werden wir einen Neubau errichten, das dafür benötigte Grundstück haben wir heute erworben“, kündigte Finanz- und Heimatminister Dr. Markus Söder anlässlich der Unterschrift des Kaufvertrags durch die Immobilien Freistaat Bayern (IMBY) heute an. „Ein Neubau ist immer ein deutliches Signal: Die Maßnahme kommt und sie bleibt. Wir schaffen so weitere 25 neue und sichere Arbeitsplätze in Neustadt a.d. Aisch“, so Söder weiter. Nach den bereits erfolgten Flächenanmietungen für das BayernLab und das Landesluftbildarchiv Bayern ist dies die dritte und größte Behördenverlagerung nach Neustadt a.d. Aisch. Insgesamt wird die Region durch die Behördenverlagerungen um 35 Arbeitsplätze gestärkt. Nach Unterzeichnung des Kaufvertrags starten nun die Detailplanungen für den Neubau.

Im „Servicezentrum BayernServer“ werden viele organisatorische Aufgaben rund um den Betrieb des BayernServers betreut, insbesondere Druck- und Versandaufgaben, zum Beispiel von Zugangskennungen für ELSTER, die elektronische Steuererklärung. Zusätzlich werden hier alle zentralen Ausdrucke für die bayerischen Finanzämter, wie die Steuerbescheide, gefertigt, kuvertiert und versendet. Gleichzeitig erledigt es logistische Aufgaben für eine Vielzahl von staatlichen Behörden auch außerhalb des Finanzressorts, zum Beispiel die Landesjustizkasse Bamberg und das Kultusministerium. 2016 hat das Druck- und Versandzentrum 119,7 Millionen DIN-A4-Seiten gedruckt und über 24,7 Millionen Briefsendungen verschickt.

Der moderne Neubau wird in Neustadt a.d. Aisch auf dem erworbenen Grundstück (11.920 m²) im Gewerbegebiet Kleinerlbach entstehen. „Wir wollen die besten Arbeitsbedingungen für unsere Beschäftigten“, stellte Söder klar. Gleichzeitig werden die besonderen Anforderungen eines modernen Druck- und Versandzentrums berücksichtigt. Damit bietet die Verlagerung auch die Chance, ein modernes und zukunftsträchtiges Druck- und Versandzentrum zu schaffen und die Arbeitsprozesse weiter zu optimieren.

Die Heimatstrategie ist ein zentrales Instrument aktiver Strukturpolitik. „Wir schaffen sichere Arbeitsplätze und stärken die Infrastruktur des ländlichen Raumes. Wir bringen die Arbeit zu den Menschen, damit diese in ihrer Heimat wohnen und arbeiten können“, sagte Söder. Die Region Neustadt a.d. Aisch profitiert mit insgesamt drei Stärkungen durch die 2015 beschlossene Behördenverlagerung. Das BayernLab und das Landesluftbildarchiv mit dem Luftbild-Museum werden gemeinsam im sogenannten Brauhausareal in der Bamberger Str. 48 in Neustadt a.d.Aisch untergebracht. Der Freistaat mietet insgesamt mehr als 1.900 m² Fläche an, davon rd. 430 m² Ausstellungsfläche für das neue Museum. Damit entstehen weitere zehn neue Arbeitsplätze in der Kreisstadt.

Das bayerische Landesluftbildarchiv ist zentrale Sammelstelle und die Schatzkammer für Bilder von oben. Mehr als eine Million Luftbilder aus rund sieben Jahrzehnten, darunter rund 64.000 Fotografien aus englischen und amerikanischen Aufklärungsflügen in den 40er Jahren, befinden sich im Landesluftbildarchiv. Dieses größte und umfassendste Luftbildarchiv Deutschlands wird von München nach Neustadt a.d.Aisch verlagert. Deutschlandweit wird dabei erstmals ein Luftbildmuseum entstehen. In dem Museum werden die Geschichte und gesellschaftliche Dimension des Luftbilds, der Luftbildmessung und des Landesluftbildarchivs des Freistaates Bayern der Öffentlichkeit präsentiert. Nach den für das Archiv und Museum erforderlichen Umbauten ist die Eröffnung voraussichtlich in der 2. Jahreshälfte 2018 vorgesehen.

In dem neuen BayernLab in Neustadt a.d.Aisch soll mit einem bis zu 300 Mbit/s schnellen Internetanschluss die schnellste öffentliche Verbindung der Region entstehen. Söder: „Digitalisierung darf kein Privileg von Großstädten sein. Wir schaffen insbesondere in ländlichen Regionen Bayerns acht IT-Labore. Sie sind Schaufenster für digitale Innovation und bieten modernste Technik zum Anfassen und Ausprobieren - kostenfrei und für Jedermann.“ Die BayernLabs präsentieren modernes E-Government, eine IT-Wissensbörse und digitale Innovationen anhand praktischer Beispiele. Nach dem Motto „Anschauen - Anfassen - Ausprobieren“ können Schüler die digitale Welt erforschen und Kommunen und Bürger sich über die Möglichkeiten der Digitalisierung informieren. Neben dem Breitbandausbau und BayernWLAN sind die BayernLabs ein wesentlicher Bestandteil der Digitalisierungsstrategie des Heimatministeriums. Das BayernLab wird 2018 eröffnet werden.


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