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Pressemitteilung Nr. 004
München, 11.01.2018

FÜRACKER: BAYERNLAB UND LANDESLUFTBILDARCHIV ERÖFFNEN IM SOMMER 2018 IN NEUSTADT A.D. AISCH
Heimatstaatssekretär informierte sich bei einem Ortstermin über den Stand der Bauarbeiten

Die Behördenverlagerung ist ein zentrales Instrument aktiver Strukturpolitik. 2015 begann die größte Regionalisierung von staatlichen Behörden und Einrichtungen der letzten Jahrzehnte im Rahmen der Heimatstrategie. Neustadt a.d. Aisch profitiert mit 35 Beschäftigten vom Konzept „Regionalisierung von Verwaltung“. „Wir sind mit der Umsetzung der Behördenverlagerung voll auf Kurs. Wir bringen die Arbeit zu den Menschen. Mit attraktiven Neubauten und der Vitalisierung von Leerständen wie hier in Neustadt tragen die Behördenverlagerungen zur Verbesserung des Ortsbildes und damit zur Steigerung der Standortattraktivität bei“, stellte Finanzstaatssekretär Albert Füracker bei einem Informationsbesuch der Bauarbeiten für die gemeinsame Unterbringung des BayernLabs und des Landesluftbildarchivs Bayern mit Luftbild-Museum im sogenannten Brauhausareal in der Bamberger Str. 48 gemeinsam mit MdL Hans Herold am Donnerstag (11.1.) fest. Der Heimatstaatssekretär überzeugte sich davon, dass die Umbaumaßnahmen - derzeit Innenausbau und Installationsarbeiten - durch den Vermieter planmäßig laufen. „Der Freistaat Bayern erhält topmoderne Räumlichkeiten in einem altehrwürdigen Gebäude. Wir sind überzeugt, dass wir damit eine optimale Lösung für unsere beiden Behörden gefunden haben“, betonte Füracker.

„Wir stärken den Behördenstandort Neustadt a.d. Aisch. Das Landesluftbildarchiv Bayern mit Museum wird ein zusätzlicher touristischer Anziehungspunkt für die Region“, hob Füracker hervor. Der Aufbau und der Betrieb von BayernLab und Landesluftbildarchiv werden durch das örtliche Amt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung koordiniert. Die Eröffnung für beide Behörden ist im Sommer 2018 vorgesehen. Das innenstadtnahe Brauhausareal, bis 1998 Heimat des Brauhauses Neustadt a.d. Aisch, war zuletzt brachgelegen und wird nun durch einen privaten Investor revitalisiert. Der Freistaat mietet insgesamt mehr als 1.900 m² Fläche an, davon rd. 430 m² Ausstellungsfläche für das neue Museum. Damit entstehen insgesamt zehn neue Arbeitsplätze in der Kreisstadt.

Das Landesluftbildarchiv Bayern ist zentrale Sammelstelle und die Schatzkammer für Bilder „von oben“. Mehr als eine Million Luftbilder aus rund sieben Jahrzehnten, darunter rund 64.000 Fotografien aus englischen und amerikanischen Aufklärungsflügen in den 40er Jahren, befinden sich im Landesluftbildarchiv. Dieses größte und umfassendste Luftbildarchiv Deutschlands wird von München nach Neustadt a.d. Aisch verlagert. „Dieser Schatz wird gehoben und der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht“, kündigte Füracker an. Im Luftbild-Museum werden die Geschichte und gesellschaftliche Dimension des Luftbilds, der Luftbildmessung und des Landesluftbildarchivs des Freistaates Bayern der Öffentlichkeit präsentiert.

Im neuen BayernLab in Neustadt a.d. Aisch soll mit einem bis zu 300 Mbit/s schnellen Internetanschluss die schnellste öffentliche Internetverbindung der Region entstehen. Füracker: „Digitalisierung darf kein Privileg von Großstädten sein. Wir errichten insbesondere in ländlichen Regionen Bayerns dreizehn IT-Labore. Sie sind Schaufenster für digitale Innovation und bieten modernste Technik zum Anfassen und Ausprobieren - kostenfrei und für Jedermann.“ Die BayernLabs präsentieren modernes E-Government, eine IT-Wissensbörse und digitale Innovationen anhand praktischer Beispiele. Nach dem Motto „Anschauen - Anfassen - Ausprobieren“ können Schüler die digitale Welt erforschen und Kommunen und Bürger sich über die Möglichkeiten der Digitalisierung informieren. Neben dem Breitbandausbau und dem BayernWLAN sind die BayernLabs ein wesentlicher Bestandteil der Digitalisierungsstrategie des Heimatministeriums.

Die in 2015 beschlossene Verlagerung von Behörden ist die größte Regionalisierung von staatlichen Behörden und Einrichtungen der letzten Jahrzehnte. Über 50 Behörden und staatliche Einrichtungen werden aus Ballungszentren in ländliche Regionen Bayerns verlagert. Insgesamt sieht das Behördenverlagerungskonzept für Mittelfranken acht Verlagerungsprojekte im Umfang von 201 Arbeitsplätzen und 360 Studienplätzen vor.


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