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Pressemitteilung Nr. 250
München, 29.06.2018

ZOIGL - MEHR ALS EIN SCHLUCK OBERPFALZ
Füracker legt Grundstein des Zoigl-Skulpturenwegs

„Viele Bürgerinnen und Bürger in der Oberpfalz erfüllen die Zoigl-Tradition seit Jahrhunderten mit Leben. Das gemeinsame Brauen in lokalen Brauhäusern bringt unterschiedliche Menschen zusammen und ist ein wichtiger Beitrag für den gesellschaftlichen Zusammenhalt in unserer Heimat“, stellte Finanz- und Heimatminister Albert Füracker am Samstag (30.06.) anlässlich der Grundsteinlegung für den Zoigl-Skulpturenweg in Markt Eslarn fest. „Die Zoigl-Biere sind einzigartig in ihrer Vielfalt und in ihrem Geschmack. Der Modetrend des Craft-Bieres heißt in der Oberpfalz „Zoigl“ und ist hier kein Trend, sondern Tradition“, freute sich Füracker. Der Zoigl-Skulpturenweg verbindet die fünf Zoigl-Orte Eslarn, Neuhaus, Windischeschenbach, Falkenberg und Mittereich. Die vier Meter hohen Bronzeskulpturen stellen dabei die Stationen des Zoigl vom Sieden bis zum Genießen dar und machen damit die Bedeutung des Zoigl für die Region sichtbar. „Der Skulpturenpfad ist ein Denkmal für eine einzigartige Tradition im Oberpfälzer Wald“, fügte Füracker hinzu.

Das Zoigl-Brauen ist seit 600 Jahren fester Bestandteil der Oberpfälzer Heimat und Geschichte. Dabei wird die im „Kommunhaus“ kollektiv gebraute Bierwürze erst im Haus des jeweils brauenden Bürgers vergoren und durch Zugabe von Hefe zu Bier. Der Name Zoigl kommt dabei aus nordbayerischen Raum und bedeutet „zeigen“. Durch das Aufhängen eines Zoiglsterns, eines Reisigbesens oder eines Bündels aus Fichtenzweigen zeigte ein Brauberechtigter an, dass in seinem Haus gerade das Bier ausgeschenkt wird. Im März 2018 wurde die Oberpfälzer Zoigl-Kultur in das Bayerische Landesverzeichnis für immaterielles Kulturgut aufgenommen und für die Aufnahme in das Bundesverzeichnis des immateriellen Kulturerbes vorgeschlagen. Der Begriff „Echter Zoigl vom Kommunbrauer“ ist seit 2005 als eingetragene Marke geschützt.


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