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Pressemitteilung Nr. 328
München, 09.08.2018

FÜRACKER: SCHLOSS NEUSCHWANSTEIN WIRD HERAUSGEPUTZT
Heimatminister informiert sich vor Ort über die Sanierungs- und Restaurierungsarbeiten

„Jährlich kommen rund 1,5 Millionen Besucher in das Schloss Neuschwanstein von König Ludwig II. Im Sommer drängen sich im Durchschnitt täglich mehr als 6.000 Besucher durch Räume, die für einen einzigen Bewohner bestimmt waren. Das führt - in Verbindung mit dem alpinen Klima und Licht - zu erheblichen Belastungen für die wertvollen originalerhaltenen Möbel und Textilien. Deshalb laufen seit 1886 erstmalige, vollumfängliche Restaurierungs- und Sanierungsarbeiten der Prunkräume von Schloss Neuschwanstein“, teilte Finanz- und Heimatminister Albert Füracker bei einem Informationsbesuch am Donnerstag (9.8.) in Schloss Neuschwanstein mit. Die Kosten der derzeit laufenden Baumaßnahmen belaufen sich auf über 20 Millionen Euro. „Das Schloss des Märchenkönigs ist weltweit eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten und steht nicht nur für die Heimat Bayern, sondern für ganz Deutschland“, betonte Füracker.

Allein die arbeitsintensiven Restaurierungen an den einzigartigen Kunstwerken umfassen alle für Besucher zugänglichen Schau-, Neben- und Funktionsräume sowie die ehemalige Königswohnung im Torbau. Insgesamt 2329 Positionen werden restauriert, darunter 93 Räume mit 184 Wand- und Deckenfassungen, 65 Gemälde, 355 Möbel, 228 Textilien und Lederobjekte, 322 kunsthandwerkliche Objekte, 315 Holzbauteile, 196 Natur- und Kunststeinobjekte sowie 664 Fenster und Außentüren. Zur Verbesserung der Klimastabilität in den Innenräumen für Besucher und Ausstattung werden die Restaurierungsmaßnahmen durch den Einbau einer Lüftungsanlage ergänzt. Darüber hinaus werden die Dächer und Fassaden des Torbaus wie auch die angrenzenden Stützmauern saniert. „Restaurierungsziel ist neben der Wiederherstellung eines gepflegten, gealterten Erscheinungsbilds eine dauerhafte Konservierung der historischen Ausstattung und Bausubstanz“, betonte Füracker. Vorgesehen ist ferner eine Tragwerkssicherung im Dachwerk über dem Thronsaal sowie der Einbau eines Textil- und Möbeldepots im Dachraum des Ritterbaus. Die LED-Beleuchtung wird ergänzt.

Die Bauarbeiten werden abschnittsweise bei laufendem Besichtigungsbetrieb umgesetzt um eine komplette Schließung von Schloss Neuschwanstein zu vermeiden. Dies bedingt Nachtarbeit und Restaurierungen parallel zum Führungsbetrieb. Allerdings sind zeitlich begrenzte Teilschließungen einzelner Räume unumgänglich. Diese werden, soweit möglich, in besucherärmere Zeiten gelegt. Füracker bittet um Verständnis: „Dafür erstrahlen die kostbar ausgestatteten Prunkräume anschließend wieder in ihrem ursprünglichen Glanz.“ In den besucherstärksten Monaten im Sommer finden allerdings keine Arbeiten in den Hauptschauräumen statt.

Die ab 1869 errichtete und nie vollendete „Neue Burg“ war für König Ludwig II. Denkmal der Kultur und des Königtums des Mittelalters, die er verehrte und nachvollziehen wollte. Errichtet und ausgestattet in mittelalterlichen Formen, aber mit damals modernster Technik, ist es das berühmteste Bauwerk des Historismus und ein Hauptsymbol des deutschen Idealismus. Die Haupträume Neuschwansteins sind großenteils mit szenischen Wandbildern der germanischen und nordischen Sagen ausgestattet, die auch Richard Wagner interpretiert hatte. Von Beginn an wollte Ludwig II. als Denkmal der ritterlichen Kultur des Mittelalters den „Sängersaal“ der Wartburg in seiner „Neuen Burg“ einrichten. Daraus wurde eine Kombination aus den Motiven zweier Wartburgsäle, „Sängersaal“ und „Festsaal“. Der Thronsaal kam erst ab 1881 hinzu. Mit ihm wollte Ludwig II. die sagenhafte Gralshalle verwirklichen, wie sie von mittelalterlichen Dichtern beschrieben wurde, um das christliche Königtum zu verherrlichen.


Bayerisches Staatsministerium der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat, Postfach 22 00 03, 80535 München
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