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Pressemitteilung Nr. 036
München, 25.02.2019

FÜRACKER: PRUNKTREPPE IN DER RESIDENZ MÜNCHEN ENTSTEHT NEU - EIN JUWEL WIRD SICHTBAR
Die restaurierte „Gelbe Treppe“ wird ab nächstem Jahr die neuen Ausstellungsräume mit dem übrigen Residenzmuseum verbinden

Die „Gelbe Treppe“ in der Residenz München, die bedeutendste Prunktreppe Leo von Klenzes, war einst der repräsentative Hauptzugang zu den königlichen Appartements im Königsbau. „Mit der Rekonstruktion des prunkvollen Zugangs wird die umfangreiche Sanierung des Königsbaus in der Residenz München abgerundet. Ich danke der Edith-Haberland-Wagner Stiftung, die mit ihrer Spende in Höhe von 3 Millionen Euro diese Bereicherung der Residenz München möglich gemacht hat. Bereits jetzt lässt sich erahnen, welches Juwel entsteht“, stellte Finanz- und Heimatminister Albert Füracker bei einer Information über den Arbeitsfortschritt der Rekonstruktion auf der Baustelle gemeinsam mit Frau Catherine Demeter, Vorstand der Edith-Haberland-Wagner Stiftung, am Montag (25.2.) fest. „Private Unterstützung in der Kulturförderung ist eine unentbehrliche Hilfe. Dafür ein herzliches Vergelt’s Gott“, betonte Füracker.

Im Herbst 2016 begannen die Rekonstruktionsarbeiten. Mittlerweile wurden der ursprüngliche Treppenlauf an seiner alten Stelle wiederhergestellt, das räumliche Erscheinungsbild der Treppenanlage rekonstruiert und das Dach im Vorraum am Treppenantritt als Halbkuppel neu errichtet. Mit der Dekoration des Prunkraums mit weißem Stuck und spiegelnd geschliffenem gelben Stuckmarmor, der dem Treppenaufgang seinen Namen gab, sowie der Installation der Fenster über der 12 Meter hohen Kuppel läuft derzeit die 3. und letzte Bauphase. Als weiteres beeindruckendes Highlight steht die Wiederherstellung der Skulpturen der „Gelben Treppe“ an. Die Repliken werden wie die Originalskulpturen aus edlem Alabastergips gegossen und imitieren Steinskulpturen als Personifizierungen der Gerechtigkeit und der Beharrlichkeit. Die Rekonstruktion der „Gelben Treppe“ wird voraussichtlich im Frühjahr 2020 fertiggestellt und rundet die Sanierung des Königsbaus ab. Bereits letztes Jahr waren die Prunkräume nach einem Jahrzehnt der Sanierung wiedereröffnet worden. Mehr als 20 neue Ausstellungsräume bereichern auf über 1.200 qm seither den Königsbau und begeistern die Besucher. Die restaurierte „Gelbe Treppe“ wird ab nächstem Jahr die neuen Ausstellungsräume mit dem übrigen Residenzmuseum verbinden.

Die Haupterschließung für den Königsbau, die „Gelbe Treppe“, war die Verbindungstreppe zwischen den älteren Trakten „Schwarzer Saal“ und dem Hauptgeschoss des Königsbaus. Das Treppenhaus hatte zwar den Zweiten Weltkrieg relativ gut überstanden, aber unglückliche konstruktive Eingriffe beim Wiederaufbau beeinträchtigten das Raumkunstwerk. So wurden eine Zwischendecke eingezogen und Stufen entfernt. Nachdem der frühere Zustand lückenlos dokumentiert war, ist die historisch korrekte Rekonstruktion des originalen Zugangs möglich, um den authentischen, originalen Zugang zu den Königsappartments wiederherzustellen. Die Kosten belaufen sich auf 6 Millionen Euro. Die „Gelbe Treppe“ steht im Hinblick auf Form- und Farbgebung künftig in einer Reihe mit anderen Klenzebauten, wie z. B. das Hofgartentor in München oder die Befreiungshalle in Kelheim.

Die Münchner Residenz entwickelte sich seit dem Ende des 14. Jahrhunderts zum politischen und kulturellen Mittelpunkt Bayerns. Als größte urbane Schlossanlage Deutschlands gehört sie heute zu den bedeutendsten Kulturstätten Bayerns. Sie spielt als repräsentativer und gesellschaftlicher Mittelpunkt im Herzen der Landeshauptstadt eine herausragende Rolle. Die Residenz beherbergt eines der größten Raumkunstmuseen in Europa mit über 100.000 Kunstwerken. Zusammen mit der Rekonstruktion der „Gelben Treppe“ betragen die Gesamtkosten für den musealen Ausbau und die Sanierung der Residenz München rund 94 Millionen Euro. Die Residenz München wird von der Bayerischen Schlösserverwaltung betreut.


Bayerisches Staatsministerium der Finanzen und für Heimat, Postfach 22 15 55, 80505 München
Pressesprecherin: Andrea Ebenhoch-Combs
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