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Pressemitteilung Nr. 268
München, 28.06.2017

SÖDER: ÖSTLICHSTER PUNKT BAYERNS LIEGT IN NEUREICHENAU
Felsmarke im Bayerischen Wald liegt an einer der ältesten Grenzen Mitteleuropas zu Österreich

Der östlichste Punkt des Freistaats Bayern ist ein Grenzpunkt zu Österreich. Er liegt rund drei Kilometer östlich von Riedelsbach, einem Ortsteil von Neureichenau im Landkreis Freyung-Grafenau. „Aus der einstigen Grenze die teilte, ist heute eine verbindende grüne Grenze im Herzen eines geschichtsträchtigen Mitteleuropas geworden“, stellte Finanz- und Heimatminister Dr. Markus Söder bei der Vorstellung des östlichsten Punktes Bayerns am Mittwoch (28.6.) fest. Mit einer Informationstafel wird künftig über den Grenzpunkt und die Geschichte der Grenze, die zu den ältesten noch gültigen bayerischen Grenzabschnitten zählt, informiert. Die Grenzziehung erfolgte am östlichsten Punkt bereits im Jahr 1765 durch Vertrag zwischen dem Passauer Fürstbischof und Kaiserin Maria Theresia. Heute ist sie in Staatsverträgen geregelt.

Früher waren Grenzen bedeutsam zur Abgrenzung auch wirtschaftlicher Einflussbereiche. „In einem vereinten Europa sind diese Grenzen durchlässig geworden für Handel, Tourismus, Verkehr, Bildung und Kultur“, stellte Söder fest. Der östlichste Punkt wurde durch die bayerische Vermessungsverwaltung bestimmt. Das Landesamt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung und das örtliche Amt in Freyung kümmern sich um den Erhalt, die Sichtbarkeit und den Unterhalt dieser Grenze. Gleichzeitig „liefern“ sie Geodaten für Bürger und Verwaltung, die Bayern in vielen Facetten abbilden und beschreiben.

Geodaten sind ein immer wichtiger werdender Bestandteil tagtäglicher Aktivitäten, etwa in Smartphones oder in Navigationsgeräten. Sie sind für Jedermann verfügbar, beispielsweise im Internet über den BayernAtlas. Dieser kostenfreie Dienst der Vermessungsverwaltung verzeichnet monatlich rund 1,5 Millionen Aufrufe. Fachdaten der Vermessungsverwaltung lassen sich bequem und sicher über GeodatenOnline rund um die Uhr bestellen und direkt herunterladen. Die Bandbreite an bestellbaren Produkten reicht von der Flurkarte bis zum Digitalen Geländemodell. Gerade für Landwirte, Ingenieurbüros, Behörden, sowie Ver- und Entsorgungsunternehmen eine immense Zeitersparnis. Die amtlichen Geodaten bilden auch die Basis der Eigentumssicherung an Grund und Boden im Kataster und Grundbuch.


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