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Pressemitteilung Nr. 206
München, 08.06.2018

FÜRACKER ERÖFFNET TAG DER OFFENEN TÜR AUF DER BURG TRAUSNITZ
Festveranstaltung anlässlich des Jubiläums „Jubiläumsjahr 2018 - Bayerns Schlösser und Burgen“

Die Burg Trausnitz thront seit über 800 Jahren über der Stadt Landshut. „Die einstige Stammburg der Wittelsbacher ist das Wahrzeichen der Stadt Landshut und als solches ein nicht wegzudenkender Bestandteil der Bayerischen Geschichte“, stellte Finanz- und Heimatminister Albert Füracker bei der Eröffnung der Jubiläumsveranstaltung „Jubiläumsjahr 2018 - Bayerns Schlösser und Burgen“ auf der Burg Trausnitz in Landshut fest.

Zur Feier dieses Ereignisses erhielten die Besucher während des gesamten Tages freien Eintritt in die Burg Trausnitz. Ihnen wurde ein buntes Veranstaltungsprogramm und kostenlose Themenführungen geboten. Der historische Weinkeller der Burg wurde für die Besucher geöffnet. Die Besucher konnten ferner Sagenführungen für Kinder, fürstliche Musik im Burghof sowie Einblicke ins mittelalterliche Lagerleben mit den »Wittelsbacher Turmpfeiffern« genießen. Den Abschluss bildeten als besondere Highlights ein Konzert von »Il Canzoniere« im Weißen Saal sowie eine Feuershow auf der Wiese vor der Hauptburg.
Im Jahre 1204 gegründet, stellte die Burg Trausnitz in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts nicht nur ein Zentrum der Reichspolitik, sondern auch der staufischen Kultur dar. Von 1255 bis 1503 war die Burg Residenz und Regierungssitz der Herzöge von Niederbayern und Bayern-Landshut: Besonders unter den "Reichen Herzögen" von Bayern-Landshut erfuhr sie im 15. Jahrhundert zahlreiche Um- und Erweiterungsbauten. Später nutzten die bayerischen Erbprinzen die Wittelsbacher Stammburg für die Hofhaltung. Zwischen 1568 und 1579 wurden die Räume der Burg Trausnitz im Stil der Renaissance großzügig ausgebaut und ausgemalt, u.a. der Italienische Anbau mit der berühmten Narrentreppe. Im 18. Jahrhundert genügte die Burg den barocken Repräsentationsansprüchen der Zeit nicht mehr: Sie wurde schließlich als Kaserne und seit 1762 als Wollzeug- und Seidenmanufaktur genutzt. Im beginnenden 19. Jahrhundert diente die Burg wieder als Kaserne und Lazarett, ab 1831 als Cholerahospital. Im 2. Obergeschoss wurde 1869/70 ein „Königliches Absteigequartier“ für König Ludwig II. eingerichtet, das er jedoch nie besucht hat. Seit 1925 ist die Burg Trausnitz im Besitz der Bayerischen Schlösserverwaltung. Bei einem verheerenden Brand am 21. Oktober 1961 wurden große Teile des Fürstenbaus zerstört, die Burg wurde daraufhin umfassend restauriert. Dem Brand zum Opfer fielen Wandmalereien, Möbel und Ausstattung des Palas, sowie die prunkvollen Räumlichkeiten, die König Ludwig II. errichten ließ.
Die Burg Trausnitz beherbergt heute als Schauräume der Bayerischen Schlösserverwaltung die Burgkapelle mit bedeutenden Skulpturenschmuck und den Flügelaltären, historische Versammlungs- und Festsäle, eine eindrucksvolle Gewölbehalle (Alte Dürnitz) sowie die herzoglichen Wohnräume mit der berühmten Narrentreppe sowie die „Kunst- und Wunderkammer Burg Trausnitz“ des Bayerischen Nationalmuseums mit 750 Exponaten aus der Renaissance.

Weiterführende Links:


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Pressesprecher: Sebastian Kraft
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